Tagesfahrt nach Alkmaar und Egmond an der Nordsee am 16.09.2022

Noch im Dun­keln setz­ten sich unse­re zwei Bus­se der Fa. Krein in Bewe­gung Rich­tung Hol­land. 5 Minu­ten nach dem ursprüng­lich geplan­ten Start­ter­min. Eine Mit­rei­sen­de, die auf die Pünkt­lich­keit der Deut­schen Bahn ver­trau­te, traf ver­spä­tet am Treff­punkt ein. Bei der Fahrt auf der Auto­bahn A3 ver­schlech­ter­te sich lei­der auch das Wet­ter. Nie­sel­re­gen unter­bro­chen von hef­ti­gen Regen­güs­sen und etwas Son­nen­schein wech­sel­ten sich ab. Man merk­te deut­lich, dass der Hoch­som­mer vor­bei war.

Gegen 10 Uhr erreich­ten wir Alk­maar bei leich­ten Nie­sel­re­gen, der sich (wie soll­te es anders sein) ver­stärk­te, als wir aus­stie­gen. Nach etwa 10 Minu­ten Fuß­weg erreich­ten wir den Käse­markt. Das Trei­ben auf dem Markt ist für nicht Ein­ge­weih­te unüber­sicht­lich. Hier eine kur­ze Erklä­rung (Quel­le Wiki­pe­dia): Um 10:00 Uhr wird der Käse­markt mit dem Läu­ten einer Glo­cke eröff­net. Die­se Auf­ga­be wird häu­fig von pro­mi­nen­ten gela­de­nen Gäs­ten wie Sport­lern, Fern­seh­stars oder aus­län­di­schen Diplo­ma­ten aus­ge­führt. Mit der Eröff­nung des Mark­tes begin­nen die Händ­ler und die Beschau­er mit der Arbeit. Die Käse­lai­be wer­den stich­pro­ben­ar­tig geprüft. Das schließt das Abklop­fen des Lai­bes, das Ent­neh­men einer Pro­be mit einem Käse­boh­rer und das Durch­schnei­den von Lai­ben zur Begut­ach­tung der Löcher ein. Der wich­tigs­te Teil des Geschäfts ist das Feil­schen von Anbie­ter und Käu­fer um den Kilo­preis. Dabei schla­gen sich die Händ­ler gegen­sei­tig in die Hän­de und rufen laut ihren Preis. Der letz­te Hand­schlag besie­gelt das Geschäft. Anschlie­ßend wer­den die ver­kauf­ten Käse von den Käse­trä­gern in ihren wei­ßen Lei­nen­an­zü­gen auf den Trag­bah­ren zur Waa­ge gebracht. Die Trag­bah­ren wie­gen mit acht Käsen bela­den etwa 130 Kilo­gramm. An der Waa­ge wer­den die Käse unter der Auf­sicht des Waa­ge­meis­ters, eines Beam­ten der Stadt Alk­maar, vom “Taschen­mann” gewo­gen und mit einem Stem­pel mar­kiert. Danach tra­gen die Käse­trä­ger die ver­kauf­ten Käse auf den Trag­bah­ren zu den Fahr­zeu­gen der Käu­fer. Dabei lau­fen die Trä­ger in einem eigen­tüm­li­chen Gang, der einen Gleich­schritt und damit das Auf­schwin­gen der Bah­re ver­mei­det. Gegen 13:00 wer­den die unver­kauf­ten Käse von den Ein­la­dern zurück zu den Fahr­zeu­gen der Ver­käu­fer gebracht. Pünkt­lich um 13:00 Uhr muss der Waag­p­lein wie­der käse­frei sein, damit er wie­der den Stra­ßen­ca­fés zur Ver­fü­gung steht. Lei­der setz­te bei unse­rer Besich­ti­gung wie­der ein wirk­lich hef­ti­ger Regen­guss ein, der die meis­ten Zuschau­er ver­trieb. Zum Glück beru­hig­te sich das Wet­ter danach etwas und sowas wie Son­nen­schein kam zum Vor­schein. Es reich­te aus ein wenig von dem schö­nen Städt­chen Alk­maar zu sehen. Es blieb auch Zeit für eine hei­ße Tas­se Kaf­fee zum Auf­wär­men in einem der klei­nen Restaurants.

Gegen 13 Uhr fuh­ren wir wei­ter nach Egmond, einem hüb­schen klei­nen Städt­chen direkt an der Nord­see. Bei Son­nen­schein, aber einer wirk­lich stei­fen Bri­se, konn­ten wir an den Strand gelan­gen und den Kite­sur­fern zuse­hen, die opti­ma­le Bedin­gun­gen für ihren Sport hat­ten. In den Strand­re­stau­rants waren schnell alle wind­ge­schütz­ten Son­nen­plät­ze belegt. Außer den Strand­re­stau­rants hat Egmond in der Innen­stadt wei­te­re klei­ne Cafés und Restau­rants zu bie­ten. Da wir uns an der Nord­see befan­den waren Mat­jes oder Kib­be­lin­ge das bevor­zug­te Essen. Anschlie­ßend blieb genü­gend Zeit für klei­ne­re Ein­käu­fe. Wäh­rend in Alk­maar noch über­wie­gend Käse gekauft wur­de, rich­te­te sich hier das Augen­merk auf Kaf­fee und natür­lich hol­län­di­sche Lakrit­ze. Ein kur­zer Regen­guss erin­ner­te uns wie­der dar­an, dass wir auf den Herbst zusteu­ern. Unse­ren Besuch muss­ten wir lei­der um eine hal­be Stun­de kür­zen. Die A3 in Fahrt­rich­tung Ober­hau­sen war, wegen einer Bau­stel­le, kom­plett gesperrt und der Umweg über die A57 kos­te­te zusätz­lich Zeit. Trotz­dem schaff­ten es unse­re Fah­rer der Fa. Krein Ber­nie und Marc uns zur vor­aus­be­rech­ne­ten Zeit pünkt­lich und sicher wie­der in Ober­hau­sen abzu­lie­fern. Bei­den gilt unser Dank. Fazit: Es war eine wei­te­re inter­es­san­te Tages­fahrt mit den Post­se­nio­ren. Immer­hin war es jetzt der drit­te Anlauf, zwei­mal in den letz­ten Jah­ren fiel die­se Fahrt wegen Coro­na aus, aber sagt man nicht „alle guten Din­ge sind drei“? Da kann man es auch dem Wet­ter ver­zei­hen, dass es nicht so mit­spiel­te wie wir es ger­ne gewollt hätten.

Bericht: Wal­ter Kitschenberg

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